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Da ich letzte
Woche meinen SL beim Mercedes
Jauernig
stehen hatte um einen Schaden reparieren zu lassen kam ich in den
zweifelhaften Genuss ein smart cabrio zu fahren, da leider keine richtigen
Autos als Leihwagen zur Verfügung standen.
Die Fakten klingen grauslich. 41
PS Diesel, knapp 20 Sekunden von null auf hundert Stundenkilometer.
Aber ganz so schlimm ist es in der Realität Gott sei Dank nicht.
Natürlich kann man den smart nicht als adäquat motorisiert bezeichnen,
aber besser als die Bim ist er allemal.
Beim Gas geben geht der smart jedes mal ein bissl in die Knie, was uns
zwei Patienten immer wieder erheitern konnte.
Wer mit dem Begriff "Ewigkeit" nichts anfangen kann, sollte einmal dieses
Auto fahren und die Pausen zwischen den
Gangwechseln beachten. Wirklich eine Gemeinheit. Im Übrigen erkennt man
zwischen Automatik- und Schaltmodus kaum
einen Unterschied.
Die Verarbeitungsqualität hat uns positiv überrascht, man merkt dass
Mercedes da die Finger im Spiel hat.
Nicht scheppert, nichts klappert und am Tempo der Fensterheber könnte
sicher Motor ein Beispiel nehmen.
Die Ausstattung passt auch. Der Wagen hatte Klima, ZV mit FB, elektrisches
"Fetzendachl", ABS, ESP und EFH.
Apropos Fetzendachl. Richtiges
Cabriofeeling kommt aufgrund der geschlossenen Karosserie keines
auf, aber besser
als ein einfaches Schiebedach.
Ein tolles feeling bekommt man allerdings an der Tankstelle.
Als ich das Auto übernommen habe, leuchtete schon die Tankkontrolle auf.
Trotzdem fuhr ich noch bis in den 22. Bezirk wo ich
20€ tanken wollte, aber mehr als 14€ wollten einfach nicht rein. DAS geht.
Wenn ich 14€ in den SL fülle, hört mit Glück vielleicht
die Kontrolllampe auf zu blinken.
Das Fahrwerk ist, wenn man die Größe des Autos bedenkt, auch brauchbar.
Bei schnell gefahren Kurven will einem der
Kleine immer zum abbiegen Richtung Kurvenaussenseite überreden. Diesen
Bitten konnten wir aber verständlicherweise
nicht nachkommen. Im Stadtbetrieb kommt aber richtiges Go Kart Feeling
auf. Jegliches unter- oder übersteuern wird
vehement vom ESP unterdrückt, welches auch nicht abschaltbar ist.
Extrem unterdimensioniert war auch
die Bodenfreiheit. Auf einem geschotterten Wegerl sind wir doch
gleich mal mit dem Ölkühler
(welcher übrigens die Größe einer Zigarettenschachtel hat) aufgesessen.
Kompletter Ölverlust war die Folge und der smart
musste in die Werkstatt. Dank der großzügigen Unterstützung der Firma
Jauernig wurde aber eine
zufrieden stellende Lösung
gefunden.
Fazit:
Was soll ich sagen. Wenn man an ein Auto keinerlei Ansprüche stellt und
möglichst Kosten sparend von A nach B kommen will
ist der smart optimal. Wenig Steuer, wenig Treibstoff und keine
Parkplatzsorgen sind im Preis von 13360€ aufwärts inbegriffen. |